Im Januar vor 540 Jahren wurde der polnische Mathematiker, Astronom, Jurist, Arzt und römischkatholische Geistliche Nikolaus Kopernikus (19. 2. 1473) geboren. Mit seinen Erkenntnissen aus der Astronomie geriet er in zahlreiche Streitigkeiten, beispielsweise mit Martin Luther. Er wurde sogar des Konkubinats (Zusammenleben mit einer Frau ohne ordentliche Heirat) beschuldigt und sein Werk aus dem Gebiet der Astronomie wurde von der Kirche verboten. Obgleich sich Polen und Deutsche um seine Herkunft streiten, gehörte Kopernikus vor allem der Wissenschaft.
Sein nahezu lebenslanges Studium der Rechte, der Medizin wie des geistlichen Lebens brachte ihm 1507 den Posten des Leibarztes des Ermländer Bischofs ein. Im selben Jahr stellte er auch seine heliozentrische Theorie auf (die Sonne als Mittelpunkt des Weltalls), die weitere Anlässe für Streitigkeiten mit seinen Widersachern, insbesondere der Kirche bot, die predigte, dass der Mittelpunkt sämtlicher Existenz die Erde sei. Als er fünf Jahre später dem polnischen König Sigismund seine Loyalität schwor, schuf er einen eigenen Entwurf einer Kalenderreform und sandte diesen nach Rom. Kaum jemand weiß, dass Kopernikus auch Verwalter des Domvermögens in Allenstein (Olzstyn) war, wo er die hiesige Burg zur Verteidigung gegen die Kreuzritter vorbereitete. Davon, dass er heutzutage auch als gewandter Kartograf sein Auskommen gehabt hätte, zeugt, dass er gemeinsam mit Bernard Wapowski Karten des Königreich Polen und Litauen erstellte. Kopernikus starb am 24. 5. 1543 in Frauenburg. Aber erst im Jahr 2008 konnte verkündet werden, dass seine Gebeine gefunden wurden, wozu DNA-Tests eines Zahns und insbesondere Haare aus einem Buch, das er besaß, beitrugen.
Erik Hlavácek
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